Schäfer: Bundeswehr soll an Schulen informieren dürfen

06. Februar 2020

Pirmasens. Die Bundestagsabgeordnete Anita Schäfer (CDU), Mitglied im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, macht sich dafür stark, dass Vertreter der Bundeswehr auch weiterhin an Schulen über ihre Arbeit informieren dürfen. Sie begrüßt Informationsveranstaltungen und Diskussionen mit Angehörigen der Streitkräfte wie gestern am Immanuel-Kant-Gymnasium in Pirmasens.

„Die Bundeswehr ist ein Verfassungsorgan, sie dient dem Schutz der deutschen Bevölkerung und wirkt aktiv an Stabilität und Frieden in der Welt mit. Wer Vertreter der Bundeswehr pauschal von Schulen verbannen will, muss sich die Frage gefallen lassen, wie er zum deutschen Grundgesetz und zu den Vereinten Nationen steht“, so Anita Schäfer. „Da die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist, deren Einsätze vom Deutschen Bundestag mandatiert und kontrolliert werden, ist es schon seltsam, wenn man als verantwortliches Mitglied des Bundestages der Bundeswehr so sehr misstraut.“

Schäfer erklärt: „Wenn die Jugendoffiziere der Bundeswehr an Schulen kommen, so tun sie dies stets auf Einladung. Sie betreiben keine Werbung oder Karriereberatung, sondern informieren über Sicherheitspolitik und Einsätze der Bundeswehr. Von einseitiger Behandlung kann auch keine Rede sein, denn Debatten sind ausdrücklich erwünscht! Die Jugendoffiziere sind schließlich vor Ort, um sich den Fragen der Schüler zu stellen.“

„Darüber, wie Sicherheitspolitik funktioniert, herrscht trotz weltweit um sich greifender Konflikte großes Unwissen. Da ist Aufklärung umso wichtiger“, so die Abgeordnete. „Ich halte es für bedenklich, wenn Dialog grundsätzlich abgelehnt und anderen die Türe vor der Nase zugeschlagen werden soll. In einer Demokratie muss man sich auch mit anderen Meinungen auseinandersetzen – die Jugendoffiziere bieten diesen Austausch an. Bewaffnete Konflikte in der Welt verschwinden nicht, wenn man die Augen davor verschließt.“

Anita Schäfer ergänzt: „Kommende Woche debattieren wir im Bundestag über die Verlängerung der deutschen Beteiligung an den UN-Missionen im Sudan und Südsudan. Die Bundeswehr beteiligt sich hier erfolgreich an einem humanitären Einsatz zum Schutz der Zivilbevölkerung und von Menschenrechten. Die einzige Fraktion, die das nicht unterstützt, wird wieder einmal die Linke sein. Denn über den Schutz von Menschenrechten wohlfeile Vorträge zu halten ist einfacher als auch wirklich etwas dafür zu tun.“

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