Anita Schäfer warnt vor möglichem Abzug von US-Soldaten aus Deutschland

Die CDU-Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Verteidigungsausschusses Anita Schäfer verweist auf die große Bedeutung der US-Präsenz in der Bundesrepublik und der Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.

„Bei Gerüchten ist immer Vorsicht geboten. Allerdings würden wir nicht nur Freunde und Nachbarn verlieren, die etwa 8.000 US- Militärangehörigen, über 100 Reservisten sowie mehr als 800 Zivilbediensteten im Umfeld der US-Air Base Ramstein spielen in der Region eine wichtige Rolle. Wenn aus unserer Region Soldaten abgezogen würden, wäre das auch mit wirtschaftlichen Folgen verbunden. Sie zahlen Mieten, gehen in Lokalen essen und kaufen in den Geschäften ein. Die Air Base trägt mit insgesamt 53.000 Amerikanern und ihren Angehörigen sowie 5.000 deutschen Beschäftigten jährlich 1,5 Milliarden Euro zur regionalen Wirtschaft bei“, so die Abgeordnete. In einer strukturschwachen Region wie der Westpfalz könne ein Abzug sich stark negativ bemerkbar machen.

Die Ankündigung des US-Präsidenten, bis September 9.500 Soldaten aus Deutschland abzuziehen, sei aber auch keine gute Nachricht für das transatlantische Bündnis. Zwar habe es bisher keine offiziellen Bestätigungen seitens der US-Regierung gegeben. Doch selbst wenn es bei einer bloßen Ankündigung bleiben sollte, beschädigten der Sicherheitspolitikerin zufolge solche Aktionen das Vertrauen in der NATO.

Anita Schäfer machte aber auch klar: „Wirklich überraschend ist die Ankündigung von Präsident Trump nicht. Sie ist die Fortführung der in den vergangenen Jahren energisch vorgebrachten Forderung, Deutschland möge mehr in seine Verteidigung investieren. Das hat auch schon Obama gefordert. Wir haben in den letzten Jahren viel und stetig in die Verbesserung der Fähigkeiten der Bundeswehr investiert. Insofern ist die Ankündigung für uns in Deutschland, aber auch für Europa insgesamt ein erneuter Weckruf, dass wir den eingeschlagenen Weg konsequent weiterverfolgen und die europäischen Fähigkeiten weiter stärken.“

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